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Tagebuch

#50/15: In der Bank Austria am Tag danach

16/12/2015

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Als ich heute knapp vor 3 in die Bank Austria kam, an diesem legendären Tag für das Geldinstitut,  das aus Länderbank, Z und CA zusammenschustert worden war, befielen mich die Erinnerungen an meine erste Berufserfahrung mit 19, die ich bei einem Konkurrenten verbracht habe. Immerhin 7 Jahre war ich dort beschäftigt, 3 Jahre davon im Filalgeschäft, den Großteil als freigestellter Betriebsrat, also als Mini-Politiker. In diesen 3 Jahrzehnten hat sich natürlich das Bankgeschäft radikal verändert, augenscheinlich für mich waren die mittlerweile kompetenzlos gewordenen KundenberaterInnen. Brauchst eine Überziehung wird der Computer befragt und das Rating muss herhalten. Möchtest du eine individuelle Regelung deiner Kundenbedürfnisse wird das Rating "befragt" und die KundenberaterInnen sagen dann, dass ihnen leider die Hände gebunden wären. Seit neuestem kannst du nicht einmal mehr Einziehungsaufträge sperren lassen, weil die jetzt EU-Konform SEPA-Lastschriften heißen und jedenfalls durchgeführt werden; allerdings hast du dann 56 Tage Zeit, dein Geld wieder zurückzuholen, so es unerlaubt von deinem Konto abgebucht wurde. Spesen sind natürlich selbst zu tragen oder vom Auftraggeber, der "illegal" abgebucht hat, einzufordern. Auch hier: leider sind uns die Hände gebunden.

Mit kurzen Worten: eine Bank, die so tickt - das sind ja mittlerweile alle - braucht keine Menschen mehr. Denn diese Menschen sind zu Maschinen geworden, das kann nicht zufriedenstellen. Ebenso sahen - man möge mir den Vergleich verzeihen, da er nicht persönlich gemeint ist, die 4 MitarbeiterInnen dieser Filiale aus. Sie schauten trotz eines sicher überdurchschnittlichen Einkommens höchst unglücklich aus.

Möglicherweise auch wegen der Entscheidung des Vorstandes, das Filialnetz um ein Drittel zu verkleinern und derzeit kolportierte 1200 MitarbeiterInnen abzubauen. In seinem Schreiben an die Damen und Herren sowie die Kundinnen und Kunden betont Willibald Cernko, dass "Die Bankbranche ... in Österreich vor großen Herausforderungen" stehe "und insbesondere das Privatkundengeschäft ... unter dem aktuellen Marktumfeld" leide. Wer ist bloß diesmal dieser ominöse Markt bzw. dessen Umfeld? Weiter wird uns mitgeteilt: "Um das Privatkundengeschäft profitabel zu machen, haben wir uns für eine fundamentale  Neuausrichtung des Geschäftsmodells entschieden. Wir werden die Filialen und unser digitales Angebot mit Online-Shop und Online-Filiale zu vollkommen gleichwertigen Beratungs- und Verkaufsschienen ausbauen." Ausbauen? Filialen und digitales Angebot gleichwertig? Wozu dann Filialen, wenn ich dort möglicherweise nur noch mit dem Computer sprechen kann? "Ziel ist es, dass unsere Kunden mittelfristig alle Bankprodukte und -dienstleistungen für den täglichen Bedarf rund um die Uhr, 24 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche in Anspruch nehmen können – sowohl in der Filiale, als auch Online." Aha, das verstärkt meinen vorherigen Eindruck, denn es kann kaum billiger werden, wenn jetzt MitarbeiterInnen 24/7 für die KundInnen zur Verfügung stehen sollen.
"Unser neues Geschäftsmodell gibt uns aber nicht nur die Möglichkeit, das Serviceangebot für unsere Kundinnen und Kunden zu erweitern. Gleichzeitig können wir so die notwendigen, weiteren Einsparungen auf der Kosten- und Personalseite vornehmen, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben." Auf diesen hier angekündigten Spagat zwischen Erweiterung des Service und weiteren Einsparungen bin ich auch schon gespannt, ich vermute er wird durch Erhöhung von Entgelten und Gebühren zu Lasten der KundInnen gehen. Also - ob das wirklich ein Schritt in die angekündigte Konkurrenzfähigkeit ist?
Aber Herr Cernko setzt schlußendlich sogar noch einen drauf, unfreiwillig realistisch: "Ich kann Ihnen versichern: Wir werden alles dafür tun, um uns Ihr Vertrauen zu verdienen." Aha, das Vertrauen verdienen, weil er derzeit keines hat ...

Demokratische Bank - wann kommst du endlich? Ach ja, ich wollte mich ja noch beteiligen! Auf geht's!
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    Meine Meinung zu aktuellen Themen habe ich bis 1.9.2015 im Blog "Mein Senf zu allem" veröffentlicht. Seither habe ich sie auf dieser Seite in meine Tagebucheinträge integriert.

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